HANDWERKLICHER KREATIONSPROZESS

Wie entstehen meine Uhren? Skizzen zeigen lose Gedankenfolgen, Messing und Stahl liegen noch unbearbeitet auf einem Tisch. Später, sobald Zahnräder und Hebel sich in ein erstes Spiel fügen, beginnt sich abzuzeichnen, welche mechanischen und gestalterischen Möglichkeiten die Idee bergen könnte. Ein regelmässiges, genaues Zusammenspiel handgemachter Komponenten ist das Ziel, um einer Vereinbarung der Menschheit über das Vermessen der Zeit zu folgen.



Doch auf dem Weg zu dieser Bewegung ist nichts festgelegt. Manche grosse Erfindung wurde schon gemacht, doch wer kann ermessen, was uns noch alles unbekannt ist? Manchmal zerbricht ein mühevoll gefertigtes Zahnrad, eine Konstruktion funktioniert nicht wie erwartet, oder ein Umweg wird nötig, um eine neue Technik zu erlernen. Doch in manchem auftretenden Hindernis liegt ein Hinweis verborgen. Eine Idee blitzt auf und öffnet einen ungekannten Weg.



Eine Uhr zu bauen, bedeutet für mich, voller Spielfreude zu experimentieren. Damit das Unentdeckte die Möglichkeit bekommt, sich zu zeigen, versuche ich, mich immer wieder überraschen zu lassen, ohne Angst, dass etwas nicht gelingen könnte. Ich möchte in den Betrachtern meiner Uhren Neugierde wecken, Fragen evozieren und sie einladen, zu verweilen und dem Vergehen der Zeit in seiner Schönheit zuzusehen.